Schweißerschutzkleidung mit verbessertem Tragekomfort und erhöhter Schutzwirkung
Zutech/AiF 213 ZN
Laufzeit: 01.04.2006 - 31.03.2008
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Franz Bültmann
Allein in Deutschland sind ca. 150.000 Schweißer tätig. Bei Schweißarbeiten muss eine spezielle Schutzbekleidung getragen werden, die insbesondere vor heißen Metalltropfen und damit vor Verbrennungen schützt. Diese Kleidung wird bisher überwiegend aus Baumwollgeweben hergestellt, die durch eine zusätzliche Ausrüstung, z. B. mit Metallsalzen, mit flammhemmenden Eigenschaften versehen wird. Diese traditionelle Schweißerschutzbekleidung besitzt aber mehrere gravierende Nachteile bezüglich des Tragekomforts und der Schutzwirkung, weswegen neuartige Konstruktionen mit verbesserten Eigenschaften der Direktive der EN 340 besser entsprächen und beachtliche Marktchancen hätten.
Bei Schweißen in engen Räumen müssen die Schweißer auf dem Boden oder auf Metallplatten knien oder liegen (z. B. Schiffs-, Rohrleitungs-, Tunnel- und Kesselbau). Hier bietet die bisherige Kleidung keinerlei druckreduzierende Einschübe an den Knien, Ellbogen oder Schultern. Im Winter führt die Kontaktfläche mit dem kalten Boden oder Metallplatten zu Kältebrücken, die zu lokalen Unterkühlungen führen.
In diesem Projekt wurden Konstruktionsleitlinien erarbeitetet, die es den deutschen Schutztextil- und Schutzbekleidungsherstellern aber auch textilen Mietdiensten erlauben, zukünftig innovative Schweißerschutzbekleidung anzubieten, die entscheidende Vorteile gegenüber dem bisherigen Stand der Technik besitzt.
Dieses öffentlich geförderte Forschungsvorhaben wurde gemeinsam mit dem Bekleidungsphysiologischen Institut Hohenstein e.V. durchgeführt.