Schweisstechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Duisburg
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05. Februar 2012
 

Forschung abgeschlossen

Übersicht über in den letzten Jahren abgeschlossene Projekte der SLV-Duisburg

                                                                                                           

Erstellung von Eigenschafts- und Bewertungsprofilen
für den schweißtechnischen Einsatz von Wolframelektroden

Laufzeit: 01.06.2007 - 31.05.2009
AiF 15 231
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Karlheinz Hesse 

Der Einsatz von thoriumhaltigen Wolframelektroden für das WSG-Schweißen hat nachweislich die Emission von thoriumhaltigen Stäuben zur Folge. Aus diesem Grund sind Wolframelektroden mit Dotierungen von seltenen Erden zur Substitution des Thoriumoxids entwickelt worden.

Der aus arbeitsschutztechnischen Gründen geforderte Rückgang dieser Elektroden zwingt viele Anwender, sich mit den Eigenschaften alternativer Wolframelektrodentypen auseinanderzusetzen, da sich durch die Substitution das thermische und elektrische Verhalten und somit auch die Lichtbogenstabilät und die Standzeit unter Betriebsbelastung ändern.

Die Untersuchungen wurden aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen 'Otto von Guericke' e.V. (AiF) (AiF-Nr. 15.231 N/DVS-Nr.:03.080) gefördert und von der Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte Verfahren e.V. des DVS unterstützt.
Für diese Unterstützung sei gedankt.

                                                                                                           

Schweißerschutzkleidung mit verbessertem Tragekomfort und erhöhter Schutzwirkung

Zutech/AiF 213 ZN
Laufzeit: 01.04.2006 - 31.03.2008
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Franz Bültmann

Allein in Deutschland sind ca. 150.000 Schweißer tätig. Bei Schweißarbeiten muss eine spezielle Schutzbekleidung getragen werden, die insbesondere vor heißen Metalltropfen und damit vor Verbrennungen schützt. Diese Kleidung wird bisher überwiegend aus Baumwollgeweben hergestellt, die durch eine zusätzliche Ausrüstung, z. B. mit Metallsalzen, mit flammhemmenden Eigenschaften versehen wird. Diese traditionelle Schweißerschutzbekleidung besitzt aber mehrere gravierende Nachteile bezüglich des Tragekomforts und der Schutzwirkung, weswegen neuartige Konstruktionen mit verbesserten Eigenschaften der Direktive der EN 340 besser entsprächen und beachtliche Marktchancen hätten.

Bei Schweißen in engen Räumen müssen die Schweißer auf dem Boden oder auf Metallplatten knien oder liegen (z. B. Schiffs-, Rohrleitungs-, Tunnel- und Kesselbau). Hier bietet die bisherige Kleidung keinerlei druckreduzierende Einschübe an den Knien, Ellbogen oder Schultern. Im Winter führt die Kontaktfläche mit dem kalten Boden oder Metallplatten zu Kältebrücken, die zu lokalen Unterkühlungen führen.

In diesem Projekt wurden Konstruktionsleitlinien erarbeitetet, die es den deutschen Schutztextil- und Schutzbekleidungsherstellern aber auch textilen Mietdiensten erlauben, zukünftig innovative Schweißerschutzbekleidung anzubieten, die entscheidende Vorteile gegenüber dem bisherigen Stand der Technik besitzt.

Dieses öffentlich geförderte Forschungsvorhaben wurde gemeinsam mit dem Bekleidungsphysiologischen Institut Hohenstein e.V. durchgeführt.

                                                                                                           

Beurteilung und Beeinflussung von Magnetfeldexpositionen beim Widerstandsschweißen

AiF 14 818
Laufzeit: 01.07.2006 - 30.06.2008
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Uwe Gärtner

(Inhalt in Bearbeitung)

                                                                                                           

Nanoskalige Partikel an Schweißarbeitsplätzen

AiF 14 994 N/2
Laufzeit: 01.06.2007 - 31.05.2009
Bearbeiter: Dipl.-Ing. Christian Eisenbeis

"Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Entwicklung eines Risikomanagementsystems für Schweißverfahren"

Unter Messung der unmittelbaren Umgebungsbedingungen (Emissionsmessungen) an einem definierten Schweißerarbeitsplatz (festgelegte und genau eingestellte Schweißverfahren) wurde mit Hilfe von sensitiven, nicht-invasiven Untersuchungsmethoden in situ untersucht, in wie weit sich subklinische adverse Effekte der inhalativen Gefahrstoffe an den Atemwegen der exponierten Personen im Sinne der Prävention nachweisen lassen.

Die Ergebnisse aus der physikalischen, chemischen und morphologischen Charakterisierung der Aerosole an Schweißerarbeitsplätzen wurde zusammen mit der Beurteilung der Praxisrelevanz der einzelnen Verfahren sowie den Resultaten der arbeitsmedizinischen und toxikologischen Untersuchungen in einer Datenbank zusammengestellt.

In enger Zusammenarbeit der beteiligten Forschungsstellen wurde daraus ein Risikomanagementsystem entwickelt, das u.a. eine Einschätzung des Risikos an nicht im Detail untersuchten Verfahren erlaubt sowie die Einstufung der verschiedenen Arbeitsplätze hinsichtlich etwaiger zu ergreifender Maßnahmen zur Minderung der Schadstoffbelastung ermöglicht.

Forschungsstellen:
-1- Institut für Energie- und Umwelttechnik, Duisburg
-2- Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Duisburg
-3- RWTH Aachen, Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin Universitätsklinikum

 

                                                                                                           

 
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